Bundesliga im Fokus der WM: Ägyptens historischer Sieg, Neuseelands Elijah Just im Scout-Radar und DFB-Team vor Elfenbeinküste-Härtetest
2026-06-22 · Bundesliga

Während bei der Fußball-Weltmeisterschaft Ägypten seinen ersten WM-Sieg dank Mohamed Salah verbuchte und Neuseelands Shootingstar Elijah Just das Interesse deutscher Bundesligaclubs auf sich zieht, steht die deutsche Nationalmannschaft vor einer anspruchsvollen Partie gegen die Elfenbeinküste. Parallel sorgt der Ex-Frankfurt-Trainer Albert Riera mit harscher Kritik an der Bundesliga für Wirbel.
Der zweite Spieltag der WM in den USA, Kanada und Mexiko brachte einen historischen Meilenstein für Ägypten. Die "Pharaonen" erzielten ihren ersten Sieg bei einer Weltmeisterschaft – angeführt vom Rekordtorschützen Mohamed Salah. Trotz eines frühen Rückstands gegen Neuseeland setzte sich Ägypten verdient mit 3:1 durch und führt damit die Tabelle der Gruppe G an. Salah erzielte dabei das entscheidende Tor zum Führungstreffer und konnte zudem seine Gesamtzahl an WM-Toren auf drei erhöhen, womit er zum Rekordtorschützen Ägyptens wurde. „Mit nun insgesamt drei WM-Treffern wurde die Nummer zehn zum Rekordtorschützen seines Landes.", heißt es im Bericht.
Die Partie startete holprig für Ägypten, als Neuseeland bereits in der 15. Minute durch einen Kopfball von Finn Surman führte. Doch der Rekord-Afrikameister erhöhte den Druck und kam durch einen Kopfball von Mostafa Ziko zum Ausgleich. Danach blieb Ägypten dominant, und Salah wurde zur Schlüsselfigur, indem er das Spiel mit einem kräftigen linken Schuss drehte. Später im Spiel bereitete er eine Ecke vor, die von Trezeguet zum 3:1 verwandelt wurde.
Auf der anderen Seite steht Neuseelands Flügelspieler Elijah Just im Fokus der Bundesliga-Klubs. Der 25-Jährige vom FC Motherwell beeindruckte mit seinen Leistungen bei der WM und zieht das Interesse deutscher Scouts auf sich. Sein Berater Gustaf Grauers erklärte: „Was ich aber sagen kann: Ich bin sehr beeindruckt vom Scouting der Bundesliga-Klubs. Tatsächlich wurde ich wegen Elijah bereits vor der Weltmeisterschaft kontaktiert.“. Ob jedoch ein Wechsel in die Bundesliga unmittelbar ansteht, bleibt abzuwarten, da sich Just zunächst auf das WM-Turnier konzentrieren möchte.
Währenddessen richtet sich die Aufmerksamkeit zunehmend auf das DFB-Team. Nach dem beeindruckenden 7:1 gegen Curaçao steht heute Abend im WM-Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste ein echter Härtetest an. Die Bundesliga-User voteten für eine Startelf, die bis auf eine Position das Team eins zu eins beibehalten würde. Als Joker sieht das Publikum den herausragenden Außenspieler Deniz Undav, der für den eher enttäuschenden Leroy Sané in die erste Elf rücken sollte. Die vorgeschlagene Aufstellung lautet: Neuer – Brown, Schlotterbeck, Tah, Kimmich – Pavlovic, Nmecha – Wirtz, Undav, Musiala – Havertz.
Jamal Musiala, Mittelfeldstar des FC Bayern München, zeigte sich nach seinem Tor beim Auftaktsieg gegen Curaçao hochzufrieden und fokussiert: „Der Treffer tat auf jeden Fall richtig gut. Ich glaube, ich war nach meiner Verletzung noch nie so glücklich wie in diesem Moment.“ Musiala betonte auch den mentalen Aspekt, der für ihn entscheidend ist: „Für mich ist das Wichtigste, dass mein Kopf immer frei ist. Nur dann kann ich mich auf dem Platz frisch fühlen.“ Zudem hob er hervor, wie wichtig es sei, Chancen im Angriff effektiv zu nutzen, um gegen die starke Elfenbeinküste zu bestehen.
Abseits des grünen Rasens sorgt der ehemalige Eintracht-Frankfurt-Trainer Albert Riera mit harscher Kritik an der Bundesliga für Aufsehen. Der Spanier, der nur 107 Tage in der Liga agierte und dabei lediglich vier Siege verbuchen konnte, äußerte sich enttäuscht über das allgemeine Niveau in der Bundesliga. Er erklärte: „Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“ Riera vergleicht die Bundesliga mit der slowenischen Liga und behauptet: „Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten." Trotz seiner deutlichen Äußerungen betonte er auch, dass er künftig nur bei europäischen Wettbewerben wie Champions League oder Europa League arbeiten möchte.