Frauen-Derby und Transfermarkt: La Liga zwischen Begeisterung und Herausforderungen im September 2025
2025-09-05 · La Liga

Am zweiten Spieltag der Liga F kommt es zum spannenden Derby zwischen Atlético de Madrid und Real Madrid, während die spanische Liga weiterhin mit wirtschaftlichen Herausforderungen auf dem Transfermarkt kämpft – mit Ausgaben von 684 Millionen Euro, was einen Rückgang im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie zeigt.
Der zweite Spieltag der Liga F verspricht ein mitreißendes und entscheidendes Duell: Atlético de Madrid empfängt Real Madrid in der Ciudad Deportiva de Alcalá de Henares am Freitag, den 5. September, um 20:00 Uhr. Die Begegnung findet nach einem gegensätzlichen Saisonstart beider Teams statt – die Colchoneras demontierten Espanyol mit 0:5 und demonstrierten damit ihre Überlegenheit, während die Madridistas gegen den Neuaufsteiger DUX Logroño in Valdebebas nur ein 2:2-Unentschieden erreichten.
Dieses Madrilenische Derby gehört zu den am meisten erwarteten Spielen der Frauen-Saison und wird live auf DAZN übertragen, das die Rechte an der Liga in Spanien hält. Das Spiel ist zudem per Streaming über die DAZN-App und -Website verfügbar, inklusive Vorberichten, Statistiken, Spielanalysen und Aussagen der Protagonistinnen. Fans, die das Spiel nicht live verfolgen können, haben die Möglichkeit, es im Radio auf Sendern wie Radio Marca, Cope, La Ser, RNE oder Onda Cero zu hören.
Die Ciudad Deportiva de Alcalá de Henares, 2019 eröffnet und mit einem Fassungsvermögen von fast 3.000 Zuschauern, verspricht eine große Kulisse, um die Rot-Weißen im Duell gegen die Madridistas zu unterstützen. Marta Huerta de Aza wird das Derby leiten, unterstützt von einem Schiedsrichter-Team bestehend aus Guadalupe Porras, Rocío Puente und Amy Peñalver – ohne Einsatz des VAR in diesem Wettbewerb.
Während die Begeisterung für den Frauenfußball wächst, zeigt der Transfermarkt der La Liga jedoch weiterhin wirtschaftliche Schwächen. Den aktuellen Daten zufolge gaben die spanischen Vereine im Sommer 2025 684 Millionen Euro aus – damit liegt die Liga auf Platz vier der Ausgaben, hinter der Premier League, Bundesliga und Serie A, und weit entfernt von den 1,4 Milliarden Euro, die in der Saison 2019/2020 vor der Pandemie investiert wurden.
Javier Tebas, Präsident der La Liga, steht vor großen Herausforderungen, um den nationalen Markt wiederzubeleben, der noch nicht an frühere Höhen angeschlossen hat. Atlético de Madrid führt die Ausgaben mit fast 176 Millionen Euro für Neuzugänge wie Baena, Hancko, Cardoso und Raspadori an. Real Madrid hingegen tätigte Schlüsseltransfers für die Klub-WM, darunter die Verpflichtungen von Trent, Dean Huijsen, Álvaro Carreras und Franco Mastantuono.
Auf der anderen Seite hatte der FC Barcelona Schwierigkeiten, seine Neuzugänge zu registrieren, und holte nur wenige Spieler wie Joan García, Rashford und Bardghji. Die langfristige Verletzung von Ter Stegen erschwerte zudem die Kaderplanung. Andere Vereine wie Getafe mussten ihren Starspieler Christantus Uche verkaufen, während der FC Sevilla wichtige Akteure abgeben musste, um neue Spieler wie Alexis Sánchez und Azpilicueta registrieren zu können.
Zu den positiven Überraschungen am Transferende zählt die Rückkehr von Antony zum Real Betis nach dessen Leihe sowie die schnelle Verpflichtung von Sofyan Amrabat auf Leihbasis – ein Coup, der dem Erzrivalen FC Sevilla weggeschnappt wurde. Beim Athletic Club hingegen ist die Registrierung von Aymeric Laporte aufgrund von administrativen Problemen mit der FIFA noch ungewiss, was sein Debüt möglicherweise bis zum Winter-Transferfenster verzögert.
Schließlich schloss Villarreal eines seiner aktivsten Transferfenster ab und generierte fast 200 Millionen Euro durch Verkäufe und Käufe, darunter der Rekordtransfer von George Mikautadze für 30 Millionen Euro vom Olympique Lyon. Dieser Schritt unterstreicht den Ehrgeiz des Gelben U-Boots, sich unter den Top-Teams der La Liga zu etablieren.
Somit bewegt sich La Liga zwischen der wachsenden Leidenschaft für den Frauenfußball – verkörpert durch dieses hochkarätige Madrider Derby – und den wirtschaftlichen Herausforderungen, die den Transfermarkt prägen. Die kommende Saison wird neue Strategien erfordern, um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der nationalen Meisterschaft zu erhalten, während die Fans gespannt auf die großen Duelle und Überraschungen des spanischen Fußballs warten.