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Venezia entlässt Stroppa nach sechs Niederlagen – vierter Trainerwechsel der Serie A

2026-10-13 · Serie A

Der Aufsteiger ist punktloser Tabellenletzter; Davide Nicola und Paolo Zanetti gelten vor dem Heimspiel gegen Neapel am Samstag als Kandidaten.

Venezia hat Trainer Giovanni Stroppa am Dienstag entlassen, nachdem der Aufsteiger alle sechs Serie-A-Spiele verloren hat und ohne Punkt Tabellenletzter ist. Er ist bereits der vierte Trainer, der in dieser Saison in der Serie A gehen muss. Laut Opta-Daten, die Sky Sport zitiert, hatte es seit 2000 nie vier Entlassungen in den ersten sechs Spieltagen gegeben.

Die Niederlage zu viel

Die sechste Pleite folgte am Montagabend in Bergamo, im ersten Spiel nach der Länderspielpause. Atalanta führte nach 30 Minuten durch ein Tor von Kessie und einen Doppelpack von Krstovic mit 3:0; Hainaut verkürzte in der 37. Minute, doch Venezia verlor 1:3. In der Liga steht die Mannschaft bei 5:16 Toren.

Der Klub hatte Stroppa in den vergangenen Wochen öffentlich den Rücken gestärkt, im Sommer hatte er laut Il Gazzettino bis zum 30. Juni 2029 verlängert. Nach dem Spiel sagte er: „Am Ende wurden wir mit Pfiffen empfangen, und das ist richtig so: Wir können nicht erst reagieren, nachdem wir Ohrfeigen kassiert haben.“ Und weiter: „Ich bin sehr enttäuscht, aber die tägliche Arbeit gibt mir Kraft.“

In seiner Mitteilung dankte Venezia Stroppa und seinem Stab und erinnerte daran, dass der Klub unter ihm in der Saison 2025/26 in die Serie A aufgestiegen war.

Vier Entlassungen in sechs Spieltagen

Den Anfang machte die Fiorentina, die Fabio Grosso am 6. September nach drei Spieltagen entließ und durch Paolo Vanoli ersetzte. Zehn Tage später folgte Bologna, wo Raffaele Palladino auf Domenico Tedesco folgte, und am 27. September ersetzte Parma Carlos Cuesta durch Alberto Gilardino.

Der Unterschied zur Vorsaison ist deutlich: Zu diesem Zeitpunkt war noch kein Trainer entlassen worden, der erste Wechsel kam erst nach dem 8. Spieltag, als Juventus sich von Igor Tudor trennte. Für Stroppa ist es kein neues Szenario: Auch Monza hatte ihn im September 2022 nach sechs Spieltagen entlassen.

Nicola oder Zanetti

Generaldirektor Filippo Antonelli will noch vor dem Heimspiel gegen Neapel am Samstag im Penzo einen Nachfolger präsentieren. Laut ANSA ist Davide Nicola der Favorit, über seine Kandidatur stimmt demnach der amerikanische Vorstand ab; Nicola müsste dafür seinen Vertrag bei Cremonese auflösen. Il Gazzettino nennt dagegen Paolo Zanetti, der Venezia 2021 zum Aufstieg führte, als Topkandidaten, auch Nicola sei kontaktiert worden; beide verfolgten die Niederlage am Montag auf der Tribüne.

Für Nicola spricht seine Bilanz in aussichtslosen Lagen. Mit Crotone holte er 2017 in den letzten neun Spieltagen 20 Punkte und hielt die Klasse, und im Februar 2022 übernahm er eine Salernitana, die Letzter war und acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer hatte – der Klassenerhalt gelang am letzten Spieltag.

Die Geschichte spricht gegen Venezia

Venezia liegt vier Punkte hinter dem rettenden Platz; Udinese, Monza, Genua, Parma und die Fiorentina haben jeweils vier Punkte. Wie ANSA anmerkt, hat sich noch keine Serie-A-Mannschaft gerettet, die ihre ersten sechs Spiele verloren hat: Venezia selbst 1949/50, Legnano 1951/52 und Benevento 2017/18 stiegen allesamt ab.

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