Tottenham 3:1 Coventry: Maddison trifft beim ersten Startelfeinsatz seit 536 Tagen
2026-10-20 · Premier League
· 1 Spiel

Omar Marmoush und Ben Davies erzielten die weiteren Tore: Roberto De Zerbis Team feiert den ersten Ligasieg der Saison und klettert auf Platz 16, dank der besseren Tordifferenz vor Coventry.
Tottenham hat am Montagabend den ersten Premier-League-Sieg der Saison gefeiert und Coventry City im Tottenham Hotspur Stadium mit 3:1 geschlagen. James Maddison, Omar Marmoush und der eingewechselte Ben Davies trafen für die Mannschaft von Roberto De Zerbi, die damit die Abstiegsränge verlässt und auf Platz 16 steht.
Laut ESPN war es Tottenhams erster Ligasieg seit 148 Tagen, zuvor waren die Spurs in den ersten sechs Saisonspielen sieglos geblieben. Alle drei Tore fielen von außerhalb des Strafraums – das gelang in der Premier League zuletzt Fulham im Mai 2023 gegen Leicester City.
Maddison trifft gegen seinen Jugendklub
Maddison, zurück nach einem Kreuzbandriss und erstmals seit 536 Tagen in der Startelf, brachte Tottenham in der 14. Minute in Führung. Der Mittelfeldspieler, der aus Coventry stammt und dort seine Karriere begann, nahm einen Rückpass von Mohammed Kudus an der Strafraumgrenze direkt und zirkelte den Ball ins linke obere Eck. Danach jubelte er nur verhalten. Dominic Solanke wurde später ein Treffer wegen Abseits aberkannt.
Vier Minuten nach der Pause glich Coventry aus: Jack Rudoni setzte sich in der 49. Minute energisch durch und traf aus kurzer Distanz. Er ist der erste Coventry-Spieler seit John Hartson 2001, der in zwei aufeinanderfolgenden Premier-League-Einsätzen trifft.
Marmoush und Davies entscheiden die Partie
In der 58. Minute gingen die Spurs erneut in Führung. Marmoush drehte sich gegen Coventrys Milan van Ewijk, der im Zweikampf einen Ellbogen ins Gesicht bekam, und schlenzte den Ball zu seinem ersten Tor für den Klub ins Netz. Torhüter Carl Rushworth war noch dran, konnte den Schuss aber nicht abwehren. Coventry-Trainer Frank Lampard haderte mit dem Treffer: „Das zweite Tor war fragwürdig, weil der Arm oben im Gesicht war, aber ein starker Abschluss“, sagte er der BBC.
Maddison wurde nach 69 Minuten für Conor Gallagher ausgewechselt, danach verloren die Spurs die Kontrolle. „Der Trainer hat gesagt: ‚Gib mir einfach 60 Minuten und geh es vernünftig an.‘ Am Ende wollte er 70“, erzählte Maddison. Coventry drängte auf den Ausgleich, doch in der 96. Minute rutschte Rushworth ein harmloser Schuss von Davies durch. „Am Ende hätte es wirklich 2:2 stehen können“, sagte Rudoni, und Lampard ergänzte: „Das 3:1 fühlt sich am Ende wegen des letzten Tores bitter an.“
De Zerbi machte keinen Hehl daraus, dass sein Team nicht überzeugt hatte. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Ehrlich gesagt haben wir in anderen Spielen viel besser gespielt, etwa in der ersten Halbzeit gegen Villa oder Everton“, sagte der Spurs-Trainer. „Heute haben wir nicht mit Intensität gespielt.“
Kulusevski ist zurück, die Verletztenliste wächst
Dejan Kulusevski kam in der 87. Minute zu seinem ersten Einsatz seit 526 Tagen, nach einer Verletzung an der Kniescheibe, die zwei Operationen erforderte. „Mit ihnen in der Kabine herrscht eine andere Atmosphäre“, sagte De Zerbi über Kulusevski und Maddison. Der Sieg hatte jedoch seinen Preis: Tosin Adarabioyo und Andy Robertson mussten in der zweiten Halbzeit angeschlagen vom Platz, Marmoush humpelte kurz vor Schluss hinaus. De Zerbi bezeichnete die Probleme allerdings als „nichts Wichtiges“.
Was der Sieg bedeutet
Tottenham und Coventry haben jeweils sechs Punkte, die Spurs stehen dank der besseren Tordifferenz (-4 gegenüber -8) auf Rang 16. Fulham und Nottingham Forest folgen mit fünf Punkten, Schlusslicht ist Sunderland mit vier. Coventry hat erstmals seit der Saison 1996/97 fünf der ersten sieben Ligaspiele verloren.
Am Samstag treten die Spurs bei Chelsea an, wo sie laut ESPN seit 3.128 Tagen nicht gewonnen haben. Coventry empfängt am selben Tag Fulham.
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