Serie A in Aufruhr: Derby Roma-Lazio soll auf Sonntag 12 Uhr vorgezogen werden – Streit zwischen Liga und Präfektur
2026-05-13 · Serie A

Zwischen Sicherheitsbedenken, Meisterschaftsfairness und Terminüberschneidungen mit den Italian Open im Tennis arbeiten die Serie A und die Präfektur Rom an einer neuen Anstoßzeit für das Derby Roma-Lazio. Die vorgeschlagene Lösung sieht einen **Vorzug auf Sonntag, 17. Mai, um 12 Uhr** vor, mit einer möglichen Verschiebung des Tennis-Finals auf 17:30 Uhr. Entscheidend ist dies für die Gleichzeitigkeit der Spiele im Kampf um die Champions-League-Plätze.
Der Spielplan der Serie A steht erneut im Mittelpunkt eines erbitterten Streits zwischen der Liga und der Präfektur Rom vor dem vorletzten Spieltag. Im Fokus der Auseinandersetzung steht die heikle Anstoßzeit des Derbys Roma-Lazio, das zunächst von Sonntagabend auf Montag, 18. Mai, um 20:45 Uhr aus Gründen der öffentlichen Ordnung verschoben wurde. Doch in den letzten Stunden gewinnt die Idee an Fahrt, das Spiel auf Sonntag, 17. Mai, um 12 Uhr vorzuziehen.
Das Derby-Dilemma und die öffentliche Sicherheit
Die Entscheidung des Präfekten von Rom, das Derby auf Montag, 18. Mai, um 20:45 Uhr zu verlegen, resultiert aus Bedenken wegen der Überschneidung mit dem Finale der Italian Open im Tennis, das nur wenige hundert Meter vom Olympischen Stadion entfernt stattfindet. Die Behörden fürchten mögliche Probleme bei der öffentlichen Ordnung und der Besucherlenkung. Die Serie A lehnt diesen Schritt jedoch entschieden ab und verweist auf die Ligaregeln, die gleichzeitige Anstoßzeiten für alle Mannschaften in den letzten Spieltagen vorschreiben, die um dieselben Ziele kämpfen. Zudem warnt die Liga vor erheblichen logistischen und wirtschaftlichen Folgen für Fans und TV-Sender.
Der Kompromissvorschlag der Serie A
Um die Pattsituation zu überwinden, hat die Serie A einen Kompromiss vorgeschlagen: Alle entscheidenden Spiele im Kampf um die Champions League – Roma-Lazio, Pisa-Napoli, Como-Parma, Genoa-Milan und Juventus-Fiorentina – sollen auf Sonntag, 12 Uhr vorgezogen werden. Gleichzeitig wird beantragt, das Herrenfinale der Italian Open von 15 Uhr auf 17:30 Uhr zu verschieben. Dies würde Überschneidungen vermeiden und eine bessere Steuerung der Zuschauerströme zwischen den beiden Veranstaltungen ermöglichen.
Offizielle Reaktionen und nächste Schritte
Ezio Simonelli, Präsident der Serie A, äußerte sich klar zu der Situation: „Wir nehmen die Entscheidung des Präfekten zur Kenntnis, teilen sie aber nicht. Wir haben dem Innenministerium einen Vorschlag unterbreitet, alle fünf Spiele auf 12 Uhr vorzuziehen. Wir erwarten noch heute eine Antwort. Falls wir keine erhalten, werden wir beim Verwaltungsgericht (TAR) Beschwerde einreichen.“ Die Liga betont, dass die Entscheidung des Präfekten einen problematischen Präzedenzfall schafft, der die Integrität der gesamten Meisterschaft und die Interessen von Fans, Vereinen und Sponsoren gefährden könnte.
Gleichzeitigkeit als Grundpfeiler der Liga
Die Serie A hat bekräftigt, dass gleichzeitige Spiele an den letzten beiden Spieltagen unverzichtbar für die sportliche Fairness sind. Eine Verschiebung des Derbys würde einen Dominoeffekt auslösen, der auch die anderen vier Schlüsselspiele betrifft – mit schwerwiegenden organisatorischen und sportlichen Konsequenzen. Die Angelegenheit geht über den sportlichen Aspekt hinaus und betrifft auch Medien und Sicherheit, da der Kampf um die Champions League Hunderttausende Fans in ganz Italien mobilisiert.
Die letzte Hürde und die unmittelbare Zukunft
Bisher liegt noch keine offizielle Zustimmung der Präfektur Rom vor, und eine Entscheidung wird in den nächsten Stunden erwartet. Unterdessen führen Liga und Präfektur weitere Gespräche, um einen Ausgleich zwischen Sicherheit, organisatorischen Erfordernissen und dem sportlichen Kalender zu finden. Ein Vorziehen des Derbys auf Sonntag, 12 Uhr würde vor allem den Grundsatz der Gleichzeitigkeit wahren, die Meisterschaftsintegrität sichern und die Veranstaltungsorganisation in Rom erleichtern. Die Spannung ist groß, da Vereine und Fans angesichts dieses beispiellosen und surrealen Zeitmanagement-Chaos in der vorletzten Serie-A-Runde in Alarmbereitschaft sind.