Real Madrid kritisiert Spielplanung in La Liga, während Celta historischen Rekord aufstellt
2025-10-21 · La Liga

Real Madrid äußert Unmut über den späten Anstoß des Spiels gegen Elche, kurz vor einem entscheidenden europäischen Duell. Unterdessen schreibt Celta Vigo mit sieben Unentschieden in neun Spieltagen Liga-Geschichte und überbietet einen 52 Jahre alten Rekord.
Real Madrid hat deutlichen Unmut über die von Javier Tebas präsidierte La Liga geäußert, nachdem der Termin für das Spiel gegen Elche am Sonntag, den 23. November, um 21:00 Uhr im Martínez-Valero-Stadion bekannt gegeben wurde. Laut Vereinsquellen ist diese Entscheidung ein weiterer "Fehlgriff", der weder sportlogisch ist noch eines der repräsentativsten spanischen Teams in Europa schützt.<br><br> Der Hauptgrund für die Beschwerde ist die geringe Erholungszeit für die Mannschaft, die nur drei Tage später nach Athen reisen muss, um in der Gruppenphase der Champions League gegen Olympiakos anzutreten – ein entscheidendes Spiel für ihre kontinentalen Ambitionen. In Valdebebas ist man der Meinung, dass das Ligaspiel bereits am Samstag hätte stattfinden sollen, wie es Präzedenzfälle im Einklang mit den Anforderungen des europäischen Spielplans vorsehen.
Aus dem Umfeld von Real Madrid heißt es: "Das kommt uns wie ein weiterer Fehlgriff vor. Es geht nicht nur darum, dass wir denken, Tebas hasst uns – was auch der Fall ist –, sondern es ist eine bedauerliche Entscheidung, wenn man die Teams seiner Liga schützen und stolz auf sie sein will." Die Kritik richtet sich direkt gegen die Amtsführung von Javier Tebas und die ungleiche Behandlung des Vereins, der befürchtet, dass dies seine Leistung und das internationale Image der spanischen Meisterschaft beeinträchtigen könnte.<br><br> Der Verein schließt eine offizielle Beschwerde aus, räumt jedoch ein, dass solche Entscheidungen die physische und taktische Vorbereitung untergraben – insbesondere durch die nächtliche Rückreise aus Elche und den engen Zeitrahmen für das Spiel in Athen. Die Resignation wächst, da man der Ansicht ist, dass solche Fehlentscheidungen an der Tagesordnung sind.
An anderer Stelle der Meisterschaft hat Celta Vigo mit sieben Unentschieden in den ersten neun Spieltagen einen historischen Rekord in der La Liga aufgestellt und damit eine Bestmarke aus der Saison 1973/74 überboten, als Unión Deportiva Las Palmas sechs Unentschieden erreichte. Diese statistische Besonderheit wurde nach dem 1:1 gegen Real Sociedad bestätigt.<br><br> Die von Claudio Giráldez trainierte Mannschaft hat eine außergewöhnliche Tendenz gezeigt, Spiele auszugleichen – mit Ergebnissen, bei denen sie dreimal in Führung ging und viermal noch den Ausgleich schaffte. Trotz der Tatsache, dass Celta das einzige Team der fünf großen europäischen Ligen ist, das in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen hat, bleibt der Verein außerhalb der Abstiegsränge.
Der Fall Celta ist in Europa einzigartig, da zwar viele Teams Niederlagen oder wenige Unentschieden sammeln, aber keine der 30 stärksten Ligen eine solche Rekordzahl an Remis aufweist. Mannschaften wie ZSKA Sofia und UTA Arad erreichten ebenfalls sieben Unentschieden, allerdings über eine größere Anzahl von Spieltagen. Zudem ist auf sportlicher und medienwirksamer Ebene das kommende Madrider Derby zwischen Getafe und Real Madrid am Sonntag, den 19. Oktober, um 21:00 Uhr im Coliseum von Bedeutung, bei dem Real die Tabellenführung vor dem erwarteten Clásico verteidigen will.<br><br> Diese Begegnung wird exklusiv von Movistar+ übertragen und wird die Aufmerksamkeit des Madrider und nationalen Publikums auf sich ziehen.
In San Sebastián sorgt unterdessen die Logistik für die Spiele im Anoeta-Stadion weiterhin für Diskussionen. Die Stadtverwaltung verweist auf die Verantwortung der La Liga, der Real Sociedad und der Ertzaintza (baskische Polizei) für die Absperrung des Bereichs – eine Maßnahme, die auch Sportveranstaltungen wie Pelota-Spiele im Frontón Atano III betrifft.<br><br> Laut kommunalen Quellen werden die Entscheidungen aus Sicherheitsgründen und nach Anweisungen der lokalen und sportlichen Behörden getroffen. Eine gemeinsame Analyse soll die Verwaltung zukünftiger Veranstaltungen verbessern. Real Sociedad akzeptiert diese Entscheidungen und steht in ständiger Kommunikation mit den Behörden, um Sicherheit und Faninteressen in Einklang zu bringen.
Insgesamt sieht sich die spanische Liga weiterhin mit Spannungen in der Spielplanung und Sicherheitsfragen konfrontiert, die sowohl Vereine als auch Fans betreffen. Während Real Madrid mangelnde Rücksichtnahme auf seinen Spielplan kritisiert, überrascht Celta mit einer einzigartigen statistischen Bilanz, und San Sebastián versucht, seine Protokolle für zukünftige Sportereignisse anzupassen. Diese Saison verspricht eine Abfolge von Herausforderungen – sowohl auf als auch neben dem Platz –, bei denen Planung und institutionelle Reaktionen entscheidend für die Entwicklung der Meisterschaft sein werden.