Ligue 1: PSG dominiert Gehälter, Dembélé an der Spitze
2026-04-03 · Ligue 1

Eine Untersuchung von *L’Équipe* zeigt, dass Paris Saint-Germain in der Ligue 1 bei den Gehältern die Konkurrenz deutlich übertrifft. Ousmane Dembélé ist der bestbezahlte Spieler, während Trainer Luis Enrique auf ein Rekordgehalt zusteuert. Toulouse bleibt dagegen einer der sparsamsten Vereine.
Paris Saint-Germain bestätigt weiterhin seine Vorherrschaft in der Ligue 1 – nicht nur sportlich, sondern auch bei den Gehältern. Laut einer am 2. April von L’Équipe veröffentlichten Untersuchung liegt der Pariser Klub mit außergewöhnlich hohen Gehältern weit vor allen Konkurrenten, allen voran sein Stürmer Ousmane Dembélé, der die Gehaltsrangliste der Liga anführt.
Ousmane Dembélé, ein aktueller Anwärter auf den Ballon d’Or und Starspieler des PSG, erhält ein monatliches Bruttogehalt von 1,5 Millionen Euro und ist damit der bestbezahlte Spieler der Ligue 1. Es folgen mehrere gut verdienende Teamkollegen, darunter Kapitän Marquinhos (1,12 Millionen Euro), der marokkanische Verteidiger Achraf Hakimi und der französische Nationalspieler Lucas Hernandez (beide 1,1 Millionen Euro pro Monat). Torhüter Lucas Chevalier schließt die Top 13 der PSG-Gehälter mit 500.000 Euro monatlich ab. Die Gehaltskluft ist enorm, besonders im Vergleich zu den Monatsdurchschnitten anderer Vereine, etwa Toulouse.
Auf der Trainerseite führt der Spanier Luis Enrique, PSG-Cheftrainer, mit einem monatlichen Bruttogehalt von 1 Million Euro. Er könnte sogar zum bestbezahlten Akteur der Liga werden, wenn sein Gehalt wie geplant auf 20 Millionen Euro jährlich steigt. Zum Vergleich: Sein Kollege in Lyon, Paulo Fonseca, verdient 350.000 Euro pro Monat, während Habib Beye in Marseille etwa 230.000 Euro erhält. In Toulouse bekommt Trainer Carles Martinez Novell rund 50.000 Euro – damit liegt er auf Platz 14 der Ligue-1-Trainer.
Olympique Marseille ist der zweitgrößte Gehaltszahler der Liga mit einem monatlichen Durchschnitt von etwa 300.000 Euro (gestiegen von 250.000 Euro im Jahr 2025). Der dänische Mittelfeldspieler Pierre-Emile Höjbjerg ist der bestbezahlte Nicht-PSG-Spieler mit 500.000 Euro brutto pro Monat. Monaco folgt auf Platz drei mit einem Durchschnittsgehalt von etwa 140.000 Euro. Toulouse hingegen liegt auf Rang 15 mit einem bescheidenen Monatsdurchschnitt von 35.000 Euro brutto – ein Rückgang gegenüber der Vorsaison.
Die Gehaltspolitik des Toulouse FC zeichnet sich durch besondere Zurückhaltung aus. Die bestbezahlten Spieler wie Aron Dönnum und Rasmus Nicolaisen verdienen etwa 60.000 Euro monatlich, während andere wie Mark McKenzie oder Guillaume Restes auf 55.000 Euro kommen. Djibril Sidibé könnte bei Erreichen bestimmter Ziele sogar 90.000 Euro erreichen. Der Verein setzt zudem auf leistungsabhängige Gehälter und eine Kaderverjüngung mit kostengünstigen Talenten. Diese Sparstrategie, kombiniert mit dem Abgang von Schlüsselspielern und der Integration von Jugendlichen, zielt darauf ab, die Finanzen des Vereins in einer von starken wirtschaftlichen Ungleichheiten geprägten Liga zu konsolidieren.
Die Gehaltsscheide zwischen PSG und dem Rest der Ligue 1 unterstreicht die finanzielle Übermacht des Pariser Klubs. Angesichts dieser enormen Differenz bleibt abzuwarten, wie es anderen Vereinen – insbesondere Marseille, Monaco und Toulouse – gelingen wird, in der entscheidenden Phase der Saison sowohl sportlich als auch finanziell wettbewerbsfähig und attraktiv zu bleiben.