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Ligue-1-Drama: Monaco stoppt Lens, PSG übernimmt Tabellenführung nach historischem Champions-League-Triumph

2026-02-22 · Ligue 1

In einer packenden Wendung des 23. Spieltags der Ligue 1 gelang AS Monaco ein atemberaubendes Comeback gegen RC Lens (3:2) und ermöglichte Paris Saint-Germain, nach einem deutlichen 3:0-Sieg über Metz die Tabellenspitze zurückzuerobern. Gleichzeitig zementiert PSG mit dem historischen Sieg im UEFA-Champions-League-Finale 2025 seine Dominanz im französischen und europäischen Fußball.

Der 23. Spieltag der Ligue 1 bot atemberaubendes Fußball-Drama, als AS Monaco von einem 0:2-Rückstand aus ein spektakuläres 3:2 gegen den Tabellenführer RC Lens im Stade Bollaert-Delelis am Samstagnachmittag holte. Lens, das auf den 11. Heimligasieg in Folge – ein Rekord in der Vereinsgeschichte – hoffte, schien auf Kurs zu sein, nachdem Odsonne Edouard und Florian Thauvin mit frühen Treffern eine 2:0-Führung bis zur 56. Minute herausschossen. Edouard traf bereits in der 2. Minute (sein 9. Ligue-1-Tor der Saison), Thauvin erhöhte in der 56. Minute auf 2:0.

Monaco startete jedoch eine elektrisierende Aufholjagd. Folarin Balogun leitete die Wende mit einem Tor nur sieben Minuten später ein – sein 11. in dieser Saison über alle Wettbewerbe. Der Schwung kippte schnell, als Denis Zakarias donnernder Kopfball in der 70. Minute zum 2:2-Ausgleich führte. Schließlich traf der eingewechselte Ansu Fati zwei Minuten später zum dramatischen Siegtreffer, der die Lens-Fans schockierte und der Heimmannschaft die erste Niederlage seit August bescherte. Lens-Trainer Pierre Sage bedauerte die Niederlage: „Das war dumm. Wir hatten den Sieg in der Hand. Wir sind sehr enttäuscht, aber es ist wichtig, dass wir uns nicht als Opfer darstellen. Wir müssen das als Erfahrung sehen, die uns als Team wachsen lässt.“ Lens’ Vorsprung an der Spitze schmolz auf nur noch einen Punkt.

Die Chance nutzend, feierte Paris Saint-Germain am selben Abend einen souveränen 3:0-Sieg gegen den Tabellenletzten FC Metz im Parc des Princes und katapultierte sich damit zwei Punkte an die Ligue-1-Spitze. PSGs Offensivtrio – Désiré Doué, Bradley Barcola und Gonçalo Ramos – traf allesamt. Doué, der bereits unter der Woche im Champions-League-Hinspiel gegen Monaco zum Helden wurde, eröffnete nach nur drei Minuten den Torreigen, nachdem er eine präzise Steilvorlage von Warren Zaire-Emery verwertet hatte. Barcola erhöhte kurz vor der Halbzeit in der Nachspielzeit auf 2:0, und Ramos sicherte den Sieg spät mit seinem 11. Saisontreffer.

PSG-Trainer Luis Enrique, der vor dem entscheidenden Champions-League-Rückspiel am Dienstag die Mannschaftsrotation managed, lobte Lens’ starke Saison: „Ich denke, Lens hat eine unglaubliche Saison. Es stehen noch 11 Spiele an, und wir müssen uns weiter verbessern, wenn wir den Titel verteidigen wollen.“ Der Sieg war PSGs 17. in dieser Ligue-1-Saison und ihr neunter Clean Sheet in 11 Heimspielen. Die Neuzugänge in der Abwehr – Illia Zabarnyi, Lucas Beraldo und Lucas Hernández – überzeugten in der Startelf, während der 18-jährige Dro Fernández sein Pflichtspieldebüt gab.

Abseits des Platzes beschloss der Paris FC, sich nach einem 1:1 gegen Toulouse von Trainer Stéphane Gilli zu trennen; der ehemalige PSG-Coach Antoine Kombouaré soll übernehmen. Olympique Marseille erlebte unterdessen eine enttäuschende 0:2-Niederlage in Brest im ersten Spiel von Habib Beye als Cheftrainer – ein Zeichen für die wettbewerbsintensiven Verschiebungen im Mittelfeld der Ligue 1.

Auf größerer Bühne wird die Saison 2024/25 für immer mit dem historischen und überwältigenden Triumph von Paris Saint-Germain in der UEFA Champions League verbunden sein. Am 31. Mai 2025 demontierte PSG Inter Mailand im Finale der Allianz Arena (München) mit 5:0 und sicherte sich damit den ersten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte – ein Meilenstein für den Klub und den französischen Fußball. Désiré Doué, Held des Finales und des Turniers, wurde zum Man of the Match gewählt und ist der erste Spieler, der in drei Champions-League-Finals entscheidend war.

PSGs Weg ins Finale war beeindruckend, darunter ein Halbfinalsieg über Arsenal. Die 5:0-Niederlage im Finale ist die zweitgrößte Niederlage in der Geschichte eines Champions-League-Finals und krönte PSG zum unangefochtenen kontinentalen Champion. Dieser Triumph verewigte den Klub nicht nur in der europäischen Geschichte, sondern bescherte auch einen finanziellen Segen: Die UEFA prämierte PSG mit etwa 148,4 Millionen Euro für die Saison. Die Feiern in Frankreich waren gigantisch, leider überschattet von tragischen Vorfällen mit zwei Toten und fast 200 Verletzten. Dennoch markierte dieser Meilenstein eine neue Ära des sportlichen Ruhms und der Ambitionen für PSG und festigte seinen Status als Machtfaktor im nationalen und internationalen Fußball.

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