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Ligue-1-Klubs navigieren durch einen ungewöhnlich langen Sommer – Transfergerüchte um Anthony Martial

2026-06-08 · Ligue 1

Aufgrund der WM steht den Ligue-1-Klubs eine seltene 98-tägige Sommerpause bevor, was neue Ansätze für die Vorbereitung und Spielermanagement erfordert. Unterdessen hat der Aufsteiger Troyes den erfahrenen Stürmer Anthony Martial im Visier, um das Team für die kommende Saison zu stärken.

Die Vereine der Ligue 1 bereiten sich auf eine ungewöhnlich lange Sommerpause vor der Saison 2026-2027 vor: 98 Tage trennen den letzten Spieltag der Vorsaison vom Saisonstart am Wochenende des 23. August. Diese außergewöhnliche Dauer, bedingt durch den FIFA-WM-Spielplan, erfordert neue Strategien für Erholung, Konditionierung und Vorbereitung.<br><br>

Beim Paris FC, wo die Vorbereitung am 1. Juli beginnt, sind die ersten zwei Wochen für die Erholung der Spieler reserviert, um « den Druck abzubauen und Zeit mit der Familie zu verbringen », erklärt Pascal Faure, Leiter der sportwissenschaftlichen und medizinischen Abteilung. Die Spieler erhielten individuelle Anweisungen, um Gewicht und Körperzusammensetzung zu halten. Faure warnt vor verfrühtem Übereifer: « Die Gefahr besteht darin, eine Vor-Vorbereitung zu machen, wie es junge Spieler oft tun. Sie kommen voller Energie an, doch dann lässt die Kraft nach, und sie können die Belastung nicht bewältigen. »<br><br>

Beim Aufsteiger Le Mans geht Trainer Patrick Videira behutsam mit der Erholung seines Kaders um und plant eine verlängerte Vorbereitung mit einer Zwischenpause. Er betont das Wohl der Spieler: « Die Jungs haben auch Urlaub verdient. Dieses Jahr hatten wir keine freien Wochenenden, weil wir entweder in der Liga oder im französischen Pokal gespielt haben. Jetzt ist es Zeit, die Körper zu schonen. » Mit Humor fügt er hinzu: « Ich habe mich bei den Ehefrauen und Partnern entschuldigt, weil sie ihre Männer in den letzten zwei Jahren kaum gesehen haben. »<br><br>

Ein weiterer Aufsteiger, ESTAC Troyes, nimmt das Training früh wieder auf – ab dem 29. Juni, gefolgt von einer vollständigen Mannschaftssitzung am 1. Juli. Benjamin Lebrun, Leistungsdirektor von Troyes, erklärt: « Wir haben den Luxus, die Intensität schrittweise zu steigern – das ist selten. »<br><br>

Andere Vereine wie Straßburg nutzen die verlängerte Pause, um umfangreiches Spielmaterial der vergangenen Saison zu analysieren. Lyon, mit Blick auf die anstehenden Champions-League-Qualifikationsrunden, beginnt am 29. Juni mit dem Training. Monaco und Lens haben einen späteren Trainingsstart geplant, während PSG nach dem Triumph in der Champions League mit nur 74 Tagen Erholung zwischen zwei großen Finals die kürzeste Pause hat.<br><br>

Doch über einigen Vereinen hängt Ungewissheit: Bei Marseille sind die Spieler in den Urlaub gefahren, ohne zu wissen, wer sie in der neuen Saison trainieren wird. Der neue Chefcoach von Toulouse, Jens Berthel Askou, ist noch in der Einfindungsphase, ohne festen Rückkehrtermin. Lorient sucht weiterhin nach einem Trainer, was die Vorbereitung zusätzlich verkompliziert.<br><br>

Mittendrin in diesen Vorbereitungen taucht ein spannender Transfername auf: Anthony Martial, ehemaliger Stürmer von Manchester United und französischer Nationalspieler. Nach seiner Freigabe durch Monterrey in Mexiko weckt er das Interesse des Aufsteigers Troyes, der seine Offensive verstärken möchte.<br><br>

Martial, Gewinner des Golden Boy 2015, bleibt ein erfahrener und renommierter Spieler mit 30 Länderspielen für Frankreich. Laut Media Foot prüft Troyes eine Verpflichtung, um den Kader für die Ligue 1 aufzuwerten. Doch finanzielle Bedenken sind groß: Martials Gehaltsforderungen könnten das Budget des Vereins trotz struktureller Unterstützung überlasten.<br><br>

Auch andere französische Klubs wie Paris FC und OGC Nizza beobachten Martials Situation genau und erwägen seine Rückkehr in die französische Elite. Für Troyes wäre seine Verpflichtung ein entscheidender Vorteil im Kampf um den Klassenerhalt in der Ligue 1.<br><br>

Zusammenfassend beginnt die kommende Ligue-1-Saison mit Vereinen, die Vor- und Nachteile der verlängerten Sommerpause nutzen – während taktische und körperliche Vorbereitungen neu bewertet werden. Gleichzeitig verspricht der Transfermarkt spannende Entwicklungen, insbesondere die mögliche Rückkehr von Anthony Martial in den französischen Fußball – eine Geschichte, die Fans und Experten mit großem Interesse verfolgen werden.

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