Kovač verlängert beim BVB bis 2029 – mit dem besten Punkteschnitt der Klubgeschichte
2026-10-13 · Bundesliga

Der 54-Jährige holte in 53 Bundesliga-Spielen im Schnitt 2,15 Punkte, mehr als jeder andere Dortmunder Trainer. Sein Team liegt punktgleich mit Tabellenführer SC Freiburg.
Borussia Dortmund hat den Vertrag mit Cheftrainer Niko Kovač bis zum 30. Juni 2029 verlängert. Das gab der Klub am Dienstag bekannt. Der bisherige Vertrag des 54-Jährigen lief bis 2027. Auch seine Co-Trainer Robert Kovač und Filip Tapalovic unterschrieben neue Verträge.
Die Zahlen
Mit der Verlängerung belohnt der BVB den nach Punkteschnitt erfolgreichsten Trainer seiner Bundesliga-Geschichte. In 53 Ligaspielen holte Kovač 114 Punkte aus 35 Siegen, neun Remis und neun Niederlagen – ein Schnitt von 2,15. Auch seine Siegquote von 66 Prozent ist laut der offiziellen Bundesliga-Website die beste aller Dortmunder Bundesliga-Trainer.
Kovač hatte die Mannschaft im Frühjahr 2025 auf Platz elf übernommen, nachdem Trainernovize Nuri Şahin entlassen worden war. Am letzten Spieltag der Saison 2024/25 sicherte er noch die Qualifikation für die Champions League. In seiner ersten kompletten Saison wurde Dortmund mit 73 Punkten Vizemeister – die fünftbeste Ausbeute der Vereinsgeschichte.
Auch in die laufende Saison ist der BVB so gestartet. Nach fünf Spieltagen ist Dortmund ungeschlagen, mit vier Siegen und einem Remis gegen Werder Bremen. Mit 13 Punkten liegt die Borussia gleichauf mit Tabellenführer SC Freiburg und ist nur wegen der schlechteren Tordifferenz Zweiter (+7 gegenüber +10).
Das sagen Klub und Trainer
„Mit Niko Kovač befinden wir uns seit seinem Amtsantritt vor etwas mehr als anderthalb Jahren auf einem sehr guten Weg“, sagte Lars Ricken, Geschäftsführer Sport. „Er hat die Mannschaft konstant weiterentwickelt und genießt innerhalb unseres Klubs eine hohe Akzeptanz.“ Sportdirektor Ole Book ergänzte: „Niko arbeitet extrem akribisch und strahlt durch seine Erfahrung eine Ruhe aus, die unserer Mannschaft guttut.“
Von Titeln sprach Kovač auf der Pressekonferenz am Dienstag vor dem Champions-League-Spiel beim FK Bodø/Glimt nicht. „Die Stabilität haben wir hinbekommen. Wir wollen mutig und ambitioniert sein, das sind wir auch“, sagte er. „Der Weg ist sehr positiv, aber das, was war, zählt schon nicht mehr. Wir haben noch Potenzial nach oben.“ Zu den Verhandlungen: „Es ging recht fix. Wir sind beidseitig glücklich, die gemeinsame Zukunft gewählt zu haben.“
Endlich angekommen
Der neue Vertrag durchbricht ein Muster in Kovačs Karriere. Nach seiner Zeit bei Eintracht Frankfurt von 2016 bis 2018 wurde er beim FC Bayern, bei der AS Monaco und beim VfL Wolfsburg jeweils freigestellt – zwei Saisons am Stück schaffte er bei keinem der drei Klubs. Sein Vertrag in Dortmund läuft nun bis zum Ende der Saison 2028/29.
Das nächste Bundesliga-Spiel bestreitet der BVB am Samstag beim Tabellen-16. 1. FC Union Berlin.