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Javier Aguirre debütiert für Valencia in Santander – vier Punkte aus sieben Spielen

2026-10-09 · La Liga

Der 67-jährige Mexikaner steht am Sonntag im El Sardinero erstmals an der Seitenlinie. Valencia steckt nach einem Sieg aus sieben Spielen und 13 Gegentoren auf einem Abstiegsplatz.

Javier Aguirre steht am Sonntag um 21 Uhr erstmals als Trainer des FC Valencia an der Seitenlinie, auswärts bei Racing Santander im El Sardinero. Der Klub liegt mit vier Punkten aus sieben Spielen auf einem Abstiegsplatz. Der 67-jährige Mexikaner hatte während der Länderspielpause fast drei Wochen Training in Paterna, um sich auf ein Spiel vorzubereiten, das Valencia nicht verlieren darf.

Die Bilanz, die er übernimmt

Valencia hat in sieben LaLiga-Spielen einmal gewonnen, einmal remis gespielt und fünfmal verloren, bei 4:13 Toren. Nur Málaga hat mit drei Treffern weniger erzielt. Superdeporte beziffert die Gegentorquote auf 1,85 pro Spiel – die erste Baustelle für Aguirre. Aufsteiger Racing steht mit sieben Punkten drei Zähler besser da; am Sonntag treffen also zwei Teams aus dem Tabellenkeller direkt aufeinander.

Einsatz vor System

Laut Superdeporte gleicht Aguirres Botschaft an die Mannschaft jener, mit der er im März 2022 bei Mallorca antrat, um den Klassenerhalt zu sichern: Wer nicht für das Team läuft, hat kaum Chancen auf einen Startplatz. „Gegen meine Mannschaften zu gewinnen, muss dich Blut, Schweiß und Tränen kosten. Ich war als Fußballer ziemlich ungeschickt, aber ich habe den letzten Tropfen Schweiß gegeben. Einsatz ist nicht verhandelbar, wie man heute sagt“, sagte er bei seiner Vorstellung im Mestalla. Auch zum Umgang mit dem Kader äußerte er sich: „Es spielen nur elf, du hast fünf Wechsel und es gibt 26 Spieler.“

Bei Mallorca wandte er diese Regel auch auf seine talentiertesten Spieler an: Kang-in Lee stand in den neun Spielen, die Aguirre am Ende der Saison 2021/22 betreute, nur einmal in der Startelf. Superdeporte nennt Ryunosuke Sato, Javi Guerra, Harvey Elliott und Arnaut Danjuma als die Valencia-Profis, von denen nun dieselbe Arbeit gegen den Ball erwartet wird.

Offene Personalfragen

Das erste Problem ist die linke Seite. Danjuma, der dort zuletzt spielte, hat die ganze Woche nicht trainiert, und Luis Rioja hat noch keine Einheit mit der Mannschaft absolviert, berichtet Superdeporte. Die Alternativen: Sato, Elliott oder Dani Raba, der in dieser Saison erst acht Minuten gespielt hat – oder ein Systemwechsel. Elliott wurde zudem als Alternative zu Guerra auf der Zehnerposition getestet.

Bessere Nachrichten gibt es im Mittelfeld und im Tor. Guido Rodríguez, der für Lionel Messis Abschied von der argentinischen Nationalmannschaft freibekommen hatte, und Torhüter Stole Dimitrievski, zurück von der Nationalmannschaft Nordmazedoniens, trainieren wieder mit. „Wir sind die Verantwortlichen für Valencias Lage. Wir können nur eines tun: gewinnen“, sagte Guido nach seiner Rückkehr gegenüber À Punt. Kapitän José Luis Gayà setzt auf die Erfahrung des neuen Trainers, wie Marca zitiert: „Er kennt die Liga sehr gut, und das ist sehr wichtig.“

Bekannter Gegner, seltener Spielort

Aguirre bringt 15 Spielzeiten Erfahrung in Spanien mit, bei Osasuna, Atlético Madrid, Saragossa, Espanyol, Leganés und Mallorca. Gegen Valencia ist seine Bilanz aus 24 Spielen laut Marca völlig ausgeglichen: neun Siege, sechs Remis, neun Niederlagen und 26:26 Tore.

Valencia hat seit 14 Jahren nicht mehr im El Sardinero gespielt; der letzte Besuch am 29. Januar 2012 endete 2:2, erinnert Las Provincias. Racing, trainiert von José Alberto, hat vier ehemalige Valencia-Spieler im Kader: Sergio Canales, Torhüter Julen Agirrezabala, Facundo González und André Almeida, der von Valencia ausgeliehen ist und spielen darf. Racing-Legende Pedro Munitis erwartet einen harten Abend: „Wenn ihn etwas auszeichnet, dann dass er sehr stabile Mannschaften baut, und es wird sicher ein sehr hartes Spiel.“