Inter – Parma 3:0: Sucic, Calhanoglu und Thuram verderben Gilardinos Debüt
2026-10-11 · Serie A

Alle drei Tore fielen in den ersten 31 Minuten im San Siro: Inter steht nun bei 16 Punkten, drei vor der Roma und Lazio, die am Sonntag spielen.
Inter hat Parma am Samstag im San Siro mit 3:0 geschlagen. Petar Sucic, Hakan Calhanoglu und Marcus Thuram trafen alle in den ersten 31 Minuten. Die Mannschaft von Cristian Chivu hat nach sechs Spielen 16 Punkte und liegt drei Zähler vor der Roma und Lazio, die beide am Sonntag antreten. Für Alberto Gilardino endete das erste Spiel als Parma-Trainer mit einer Niederlage.
Drei Tore in 18 Minuten
Beide Teams hatten früh Chancen: Federico Dimarco prüfte Edoardo Corvi, El Bilal Touré zirkelte den Ball knapp vorbei. Danach übernahm Inters Pressing die Kontrolle. In der 13. Minute spielte Corvi einen unsauberen Kurzpass auf Mandela Keita, Sucic eroberte den Ball und hämmerte ihn ins Netz. Kurz darauf trat Diego Carlos Pio Esposito im Strafraum auf den Fuß. Der Schiedsrichter ließ zunächst weiterlaufen, doch der VAR schickte ihn an den Monitor, und Calhanoglu verwandelte in der 18. Minute flach und hart vom Punkt.
Das dritte Tor fiel nach einem Konter. Henrikh Mkhitaryan schickte Thuram jenseits der Mittellinie auf die Reise, und der in Parma geborene Stürmer schob schräg ins lange Eck ein – laut Football Italia sein fünftes Tor im fünften Duell mit Parma. Inter hat in dieser Saison bereits mit 10 verschiedenen Spielern getroffen; nach Angaben von Sky Sport Italia kommt kein Klub der fünf großen europäischen Ligen auf mehr, nur Brighton ebenfalls auf 10.
Nach der Pause nahm Inter Tempo heraus. Corvi wehrte Espositos Versuch aus kurzer Distanz mit dem Fuß ab, und der Corriere della Sera zählte für Inter in der zweiten Hälfte nur einen Schuss aufs Tor. Insgesamt gab Inter 19 Schüsse ab, Parma neun.
Rotation vor Brügge
Chivu ließ Lautaro Martínez, Alessandro Bastoni, Nicolò Barella, Manuel Akanji und Piotr Zielinski mit Blick auf das Champions-League-Spiel am Dienstag gegen den FC Brügge zunächst auf der Bank, berichtete der Corriere della Sera. Inter wartet in der Königsklasse noch auf den ersten Sieg nach der Auftaktniederlage in Madrid. Lautaro, Ange-Yoan Bonny und Aleksandar Stankovic kamen kurz nach der Stunde, Stankovic für Calhanoglu, der danach mit Eis auf dem linken Knie auf der Bank saß. Djed Spence, im Sommer von Tottenham gekommen, gab in der letzten Viertelstunde sein Inter-Debüt.
„Calhanoglu hat ein großartiges Spiel gemacht. Das Eis nach der Auswechslung habe ich nicht gesehen, aber es geht ihm gut: Wir brauchen alle für dieses Mammutprogramm“, sagte Chivu nach dem Spiel. Das Spiel sei „nach drei Wochen Pause eine Unbekannte gewesen, so etwas hat es noch nie gegeben“. Und weiter: „Ich bin zufrieden mit der Energie, die wir hatten. Wir haben uns sofort auf den Gegner eingestellt, obwohl wir nicht viele Informationen hatten.“
Schwerer Einstand für Gilardino
Gilardino übernahm während der Länderspielpause, nachdem Parma Carlos Cuesta entlassen hatte – trotz eines 2:1 gegen Genua im letzten Spiel vor der Pause. „Ich finde, wir haben gut angefangen: Es gab Harmonie, gutes Passspiel, und wir haben einige gefährliche Situationen erzeugt. Wenn man im San Siro naive Fehler macht, wird alles schwieriger. Am meisten ärgert mich das dritte Tor“, sagte Gilardino bei DAZN. Man habe „einiges an der Arbeitsweise geändert, körperlich wie taktisch“, und es werde „Zeit brauchen“, bis das greife.
Parma bleibt bei vier Punkten, wie fünf weitere Klubs, und hat laut Gazzetta di Parma seit 2018 nicht mehr gegen Inter gewonnen. Inter steht mit fünf Siegen und einem Remis aus sechs Spielen vorerst allein an der Spitze; am Sonntag spielt die Roma in Como, Lazio empfängt Monza.