Bundesliga-Updates: Upamecano verlängert bei Bayern, Schlotterbeck vs. Tah, Dortmunds Siegesserie und Werder Bremen entlässt Trainer
2026-02-13 · Bundesliga

In der Bundesliga gibt es zahlreiche spannende Entwicklungen: Dayot Upamecano verlängert seinen Vertrag bei Bayern München bis 2030, Borussia Dortmund macht mit einem 4:0-Sieg gegen Mainz weiter Boden gut, Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah liefern sich spannende Duelle vor dem Klassiker, während Werder Bremen sich von Trainer Horst Steffen trennt.
Die Bundesliga-Saison bleibt hochbrisant und spannend, vor allem im Kampf um die Spitze und gegen den Abstieg. Ein Highlight der letzten Tage ist die Vertragsverlängerung von Dayot Upamecano beim FC Bayern München. Der französische Innenverteidiger unterschrieb einen neuen Vertrag bis 2030 und hat sich längst als eine Weltklasse-Stütze im Abwehrzentrum etabliert. Seit Sommer 2021 spielt Upamecano für die Bayern, und besonders seit der Saison 2024/25 unter Trainer Vincent Kompany zeigt der 27-Jährige herausragende Leistungen. Seine aktuelle Bundesliga-Bilanz liest sich beeindruckend: In den letzten fast zwei Jahren gab es auf dem Platz mit ihm keine einzige Niederlage – 29 Siege und sieben Unentschieden. Diese Serie unterstreicht seine Bedeutung als Sieggarant in der Defensive. Uli Hoeneß lobt ihn: « Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC Bayern entscheiden würde. » Kapitän Manuel Neuer ergänzt: « Grundsätzlich ist er so hoch angesehen bei uns, bei den Spielern. Er weiß, dass wir ihn sehr schätzen und um seine Qualität wissen und dass wir ihn brauchen. »
Ein weiteres Bundesliga-Duell, das in den kommenden Wochen die Fans elektrisiert, ist der Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern München. Dabei stehen sich mit Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah zwei der besten deutschen Innenverteidiger gegenüber, die unterschiedliche Spieltypen verkörpern. Schlotterbeck ist der risikofreudige, spielgestaltende Verteidiger, der häufig lange Bälle sucht und offensiv Akzente setzt. Tah besticht durch seine konstant starke Zweikampfführung, besonders in der Luft (70 Prozent gewonnen), und seine hohe Passsicherheit (96 Prozent). Während Schlotterbeck in dieser Saison bereits dreimal traf, setzt Tah seinen Schwerpunkt auf defensive Stabilität. Schlotterbeck selbst beschreibt das Verhältnis so: « Ich kenne Jona jetzt auch schon ein paar Jahre und freue mich immer, mit ihm zusammenspielen. Wir ergänzen uns gut. Für mich ist das Thema mit dem Ball vielleicht noch mal einen Tick interessanter, aber er ist vielleicht der bessere Verteidiger. »
Derweil setzt Borussia Dortmund seine starke Form fort. Am 22. Spieltag gewann der BVB souverän mit 4:0 gegen Mainz 05. Serhou Guirassy glänzte mit zwei Kopfballtoren, Maximilian Beier traf ebenfalls per Kopf und Julian Ryerson bereitete drei der vier Tore vor. Die Dortmunder zeigten eine dominant organisierte Leistung, in der Mainz trotz einiger Chancen keine Antworten fand. Torhüter Gregor Kobel zeigte sich mit mehreren sicheren Paraden. Der Sieg war Dortmunds sechster in Folge und bringt den Klub vorerst auf drei Punkte an Tabellenführer Bayern München heran. Für den BVB geht es nun am Dienstag in der Champions League gegen Atalanta Bergamo weiter.
Aufsteiger Mainz 05 erlebt angesichts der jüngsten Ergebnisse einen Aufschwung, der vor allem Trainer Urs Fischer und Schlüsselspieler Nadiem Amiri zu verdanken ist. Seit Jahresbeginn sammelte Mainz 13 von 18 möglichen Punkten und konnte sich erstmals deutlich aus den Abstiegsrängen entfernen. In der sogenannten « Fischer-Tabelle » (Punkte seit seinem Amtsantritt) stehen die Mainzer sogar auf einem Champions-League-Platz. Amiri steuerte in den letzten Wochen sechs Tore bei, darunter zwei im Spiel gegen Augsburg, womit er seine Wichtigkeit als Offensivmotor unterstreicht. Die Formkurve des Mittelfeldspielers könnte ihn auch für Bundestrainer Julian Nagelsmann ins Blickfeld rücken – für die Länderspiele im März und die anstehende Weltmeisterschaft.
Eine weniger erfreuliche Nachricht kommt vom SV Werder Bremen. Nach zehn Bundesligaspielen ohne Sieg trennten sich die Verantwortlichen am Sonntagmorgen von Cheftrainer Horst Steffen. Die Entscheidung fiel nach einem 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach und einer insgesamt ernüchternden Bilanz von 4 Siegen, 7 Unentschieden und 9 Niederlagen. Clemens Fritz, Geschäftsführer bei Werder, erklärte: « Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird. » Interimistisch übernehmen Co-Trainer Raphael Duarte und Christian Groß bis zur Verpflichtung eines neuen Cheftrainers. Steffen war erst seit Sommer beim Verein und stand vor der herausfordernden Aufgabe, den Abstiegskampf zu meistern.