← Alle News

Bundesliga Im Fokus: Nico Schlotterbeck als emotionaler Leader, neue Trainer und spannende Wintertransfers

2026-02-05 · Bundesliga

Die Bundesliga erlebt packende Entwicklungen: Borussia Dortmunds Abwehrchef Nico Schlotterbeck etabliert sich als unverzichtbarer emotionaler Leader, während mit Albert Riera und Daniel Thioune zwei neue Trainertalente bei Eintracht Frankfurt und Werder Bremen die Herausforderung annehmen. Außerdem sorgt die Wahl des besten Wintertransfers für Gesprächsstoff.

Nico Schlotterbeck hat sich bei Borussia Dortmund längst als mehr als nur ein Abwehrspieler etabliert. Mit seiner Mentalität, seinem Verantwortungsbewusstsein und seiner Spielintelligenz prägt der 26-jährige Innenverteidiger das Dortmunder Spiel auf vielfältige Weise und ist sportlich wie emotional unverzichtbar für den BVB. Ein eindrucksvolles Beispiel lieferte er beim knappen Sieg gegen Heidenheim, als er trotz zweier zugesprochener Elfmeter stets das Wohl der Mannschaft über persönliche Ambitionen stellte und seinen Mitspielern den Vortritt ließ. Schlotterbeck fasste seine Haltung so zusammen: „Elfmeter sind nicht meine Kerndisziplin. Ich habe gewartet, bis alle raus sind und habe Serhou gefragt, ob er sich sicher fühlt und schießen will.“

Neben seinen Führungsqualitäten besticht Schlotterbeck auch durch seine Konstanz auf dem Platz. In der laufenden Saison stand er bis auf wenige Ausnahmen stets in der Startelf und spielte immer durch, neunmal führte er den BVB sogar mit der Kapitänsbinde aufs Feld. Seine Zweikampfquote von 59 Prozent mag noch steigerungsfähig sein, doch seine Offensivqualitäten sind maßgeblich. Mit 86 Ballkontakten pro 90 Minuten, den meisten langen und schweren Pässen bei Borussia Dortmund bleibt Schlotterbeck ein zentraler Spieler mit Blick auf seinen persönlichen Torrekord: Drei Tore hat er bereits in dieser Saison erzielt und ist nur noch einen Treffer entfernt von seinem Bestwert von vier Toren in einer Bundesliga-Spielzeit.

In anderen Bereichen der Liga bewegt sich einiges: Daniel Thioune hat offiziell das Traineramt bei Werder Bremen übernommen und äußerte sich auf der Vorstellungspressekonferenz zu seiner Entscheidung und den anstehenden Aufgaben. Dabei hob er seine Überzeugung von der Qualität des Teams hervor und sieht die Herausforderung trotz des Drucks als einen „Match“, an dem man wächst. „Ich glaube, dass ich der richtige Trainer am richtigen Ort bin und dass es dazu führen wird, dass wir am Ende der Saison nicht nur drei Mannschaften hinter uns lassen, sondern vielleicht in den letzten 14 Spielen einfach zeigen können, dass deutlich mehr in dieser Mannschaft steckt“, so Thioune.

Mit positiver Energie werde man die nächsten Wochen angehen, sagte auch Sportvorstand Clemens Fritz: „Wir haben für uns einen Prozess angestoßen, bei der Trainerauswahl eine Shortlist erarbeitet... Ich freue mich, dass wir Daniel auch vom Werder-Weg überzeugen konnten.“ Die Mannschaft soll wieder zielgerichteter in die entscheidenden Aktionen kommen und ihre vielen Umschaltmomente besser nutzen.

Währenddessen stellte Eintracht Frankfurt Albert Riera als neuen Cheftrainer vor, der die Nachfolge von Dino Toppmöller antritt. Der 43-jährige Spanier ist zwar noch neu auf diesem hohen Niveau, bringt aber frischen Elan und seine eigene Philosophie mit: „Ich möchte sagen können, dass ich es auf meine Art gemacht habe. Vielleicht habe ich verloren, aber ich habe es auf meine Art gemacht.“ Riera, bekannt für sein Temperament und seine feurigen Kabinenansprachen, setzt auf ein offensives, dominantes 4-3-3 mit hohem Pressing und viel Ballbesitz. Trotz seiner Impulsivität pflegt er einen engen Draht zu seinen Spielern: „Für mich ist es am wichtigsten, dass sie jeden Tag mit Vorfreude zur Arbeit kommen.“

Abseits der Köpfe auf der Trainerbank sind die Bundesliga-Fans auch dazu aufgerufen, den besten Wintertransfer der Saison 2025/2026 zu wählen. Zur Auswahl stehen 16 Spieler, darunter Talente wie Brajan Gruda von RB Leipzig, Kōta Takai von Borussia Mönchengladbach oder Arnaud Kalimuendo von Eintracht Frankfurt. Nach dem Schließen des deutschen Wintertransferfensters am 2. Februar dürfen Spieler keine Verpflichtungen mehr eingehen, weshalb diese Wahl auch ein spannendes Fazit der Winterpause bildet.

Zu guter Letzt richtet sich der Blick in die 2. Bundesliga, wo Hannover 96 den Schwung von zwei Siegen hintereinander mitnehmen will. Das Team um Trainer Steffen Baumgart setzte sich zuletzt gegen den 1. FC Magdeburg durch und steht mit 35 Punkten auf dem fünften Rang. Auf den Gegner Holstein Kiel, aktuell Tabellenelfter, wartet eine schwere Aufgabe – nicht zuletzt, da Kiel in dieser Saison schon 57 Gelbe Karten kassierte und auf fremden Plätzen bislang schwach agierte. Hannover setzt auf seine offensive Stärke, um den Dreier einzufahren und den Abstand nach oben zu verkürzen.

Dürfen wir Google Analytics nutzen, um die Website zu verbessern? Keine Werbung, kein Werbe-Tracking. Datenschutzerklärung