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Bundesliga: Frankfurt stabilisiert Defensive, Hoffenheim beendet Heimfluch - Mainz weiter in der Krise

2025-10-26 · Bundesliga

Eintracht Frankfurt gewinnt souverän 2:0 gegen FC St. Pauli und zeigt dabei defensiv eine starke Leistung. TSG Hoffenheim beendet mit einem 3:1-Heimsieg gegen 1. FC Heidenheim endlich seine Niederlagenserie in der Arena. Derweil rangiert FSV Mainz 05 weiter im Tabellenkeller mit einem Punktgewinn und einem schwachen Saisonstart.

Eintracht Frankfurt hat am achten Bundesliga-Spieltag mit einem 2:0-Heimsieg gegen den FC St. Pauli seinen Aufwärtstrend gefestigt und sich defensiv deutlich stabilisiert. Nach einer Phase mit 23 Gegentoren in sechs Pflichtspielen punkteten die Hessen erstmals seit langem wieder zu Null, was vor allem auf ihre geschlossene Defensivleistung zurückzuführen war. Den Unterschied machte Jonathan Burkardt mit seinem zweiten Doppelpack in Folge – ein 25-jähriger Neuzugang, der mittlerweile sieben Treffer auf seinem Konto hat.

Jonathan Burkardt sagte nach dem Spiel: "Wir sind sehr erleichtert, heute zu null gewonnen zu haben. Jedem war bewusst, dass wir eine andere Haltung zeigen müssen. Wir wollten heute vor allem im Defensivverhalten alle zusammenarbeiten." Sein Lob für die defensive Arbeit spiegelt sich auch in der Statistik wider - es war erst das zweite Zu-Null-Spiel der Eintracht in der laufenden Bundesliga-Saison. Burkardt selbst kommentierte seine Entwicklung: "Ich komme hier immer besser rein und besser an. Das Verständnis mit den Mitspielern wird immer besser." Am frühen Führungstor hatte zudem Farès Chaïbi mit einem präzisen Pass entscheidenden Anteil, der Burkardt sehenswert per Lupfer über den herauslaufenden Torwart vollendete.

Sportvorstand Markus Krösche ergänzte zum Spiel: "In der zweiten Hälfte haben wir kontrolliert gespielt und kaum etwas zugelassen. Es war ein wichtiger Sieg nach den Niederlagen. Wir haben das Spiel seriös nach Hause gebracht, auch wenn es vielleicht kein Spektakel war." Die Eintracht freut sich nun auf das Pokalspiel gegen Borussia Dortmund, bei dem "eine Top-Leistung, eine Top-Einstellung" gefragt sein werde laut Ex-Dortmunder Ansgar Knauff.

Die Gäste aus Hamburg konnten lediglich mit einem kleinen Hoffnungsschimmer aufwarten: Kapitän Jackson Irvine gab nach längerer Verletzungspause sein Comeback in der Schlussphase. Trainer Alexander Blessin äußerte jedoch Unzufriedenheit: "Es war nicht alles schlecht, wir haben uns nie aufgegeben. Mich stört die Art und Weise unserer Gegentore in letzter Zeit. Das sind zu einfache Gegentore, unsere Fehler werden sofort bestraft. Wichtig ist, den Kopf klar zu bekommen." Der FC St. Pauli bleibt mit nur sieben Punkten und einer negativen Tordifferenz im Tabellenkeller.

Ebenfalls über eine Wende kann die TSG Hoffenheim jubeln, die am Aktionsspieltag mit 3:1 gegen den 1. FC Heidenheim ihren langanhaltenden Heimfluch beendete. Nach drei Niederlagen in den ersten Saison-Heimspielen gelang den Kraichgauern nun der erlösende Sieg vor heimischem Publikum. Fisnik Asllani, der mit seinem frühen Treffer den Grundstein legte, strahlte: "Wir sind alle sehr happy, dass wir endlich zu Hause drei Zähler holen konnten. Jetzt wollen wir zunächst im Pokal und dann in der Bundesliga nachlegen."

Neben dem sportlichen Erfolg stand bei Hoffenheim an diesem Spieltag ein wichtiges soziales Thema im Mittelpunkt: Der Breast Cancer Awareness Month wurde mit Aktionen um das Stadion und besonderen Trikots gewürdigt, die nun zugunsten der Brustkrebshilfe versteigert werden. Die TSG sendete so klare Botschaften wie "Gemeinsam stark gegen Brustkrebs" und "Ein Verein, ein Zeichen, eine Botschaft".

Der 1. FC Heidenheim blieb nach der Begegnung enttäuscht. Trainer Frank Schmidt kritisierte die mangelnde Energie, insbesondere in der ersten Hälfte: "Wir haben heute etwas ohne Energie gespielt, vor allem in der ersten Hälfte. Am Ende ist es ein Rückschritt für uns. Vor allem die erste Hälfte enttäuscht. Da müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen."

Der FSV Mainz 05 befindet sich weiter in einer schwierigen Lage. Nach acht Spielen hat der Klub lediglich vier Punkte gesammelt und steht auf dem 16. Tabellenrang. Die jüngsten Resultate, darunter eine knappe 3:4-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen und eine deutliche 0:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund, lassen das Team im Kampf um den Klassenerhalt zittern.

Trainer Bo Henriksen sucht nach Lösungen: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Aber Fußball ist auch abhängig von Kleinigkeiten und die waren heute nicht gut bei uns. Wir müssen in Zukunft mehr Mut mit dem Ball haben." Die kommenden Aufgaben werden für Mainz nicht leichter: Am 1. November trifft das Team zu Hause auf den SV Werder Bremen und hat danach weitere harte Matches gegen Eintracht Frankfurt, Hoffenheim, Freiburg und Mönchengladbach vor sich.

Insgesamt bleibt die Bundesliga weiterhin spannend: Spitzenreiter FC Bayern München hat nach acht Spielen eine makellose Bilanz, während Teams wie Mainz und St. Pauli gegen den Abstieg kämpfen. Frankfurt und Hoffenheim zeigen positive Ansätze, die weiteren Spieltage werden für alle Klubs richtungsweisend sein.

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