Bundesliga: Bayern dominiert, Bremen belebt sich und Hoffenheim darf jubeln
2025-09-15 · Bundesliga

Nach dem dritten Spieltag der Bundesliga zeigt sich ein klarer Trend: Der FC Bayern München marschiert an der Tabellenspitze, Borussia Dortmund demonstriert Konstanz, Werder Bremen ist nach einem starken Sieg zurück im Aufwind und Hoffenheim feiert einen wichtigen Auswärtssieg bei Union Berlin.
Der FC Bayern München bestätigte seine überragende Form und hält die Bundesliga-Spitze mit einer beeindruckenden Bilanz. Mit einem furiosen 5:0-Heimsieg gegen den Hamburger SV präsentierten sich die Münchner in blendender Spiellaune. Bereits nach drei Minuten erzielte Serge Gnabry das schnellste Tor der Saison mit einem spektakulären Schuss aus spitzem Winkel. Harry Kane war mit zwei Treffern und einer Vorlage erneut der überragende Spieler. Trainer Vincent Kompany beschrieb den Abend als « stark » und lobte die ausgelassene Atmosphäre: « Die Atmosphäre im Stadion war einfach großartig. Es hatte fast schon etwas von Oktoberfest-Stimmung und hat richtig Spaß gemacht. » Die Bayern haben nach zwei Heimspielen 11 Tore erzielt und noch kein Gegentor kassiert – eine starke Ausgangslage für das kommende Champions-League-Duell mit dem FC Chelsea.
Nach einem enttäuschenden Saisonstart meldete sich Werder Bremen eindrucksvoll zurück. Bei Borussia Mönchengladbach feierte das Team einen souveränen 4:0-Auswärtssieg, bei dem Neuzugang Samuel Mbangula der strahlende Held war. Er erzielte sein erstes Bundesliga-Tor, bereitete ein weiteres vor und holte einen Elfmeter heraus. Im Interview zeigte sich Mbangula ehrgeizig: « Wenn du nicht schießt, triffst du nicht. Also war Schießen die einzige Lösung. » Auch die Teamchemie scheint sich positiv zu entwickeln, wie Routinier Jens Stage bestätigte: « Wir haben nicht zu viel Ego im Team. » Der Sieg gegen Gladbach markiert für Werder den wichtigen Befreiungsschlag nach zuvor durchwachsenen Leistungen.
Borussia Dortmund setzte seine beeindruckende Serie nahtlos fort. Mit dem 2:0-Sieg beim 1. FC Heidenheim bleibt der BVB in der Bundesliga seit elf Spielen ungeschlagen. Serhou Guirassy traf nach einem Foulelfmeter früh zur Führung und festigte seine Rolle als torgefährlicher Stürmer mit dem achten Bundesliga-Tor in Folge für Dortmund. Maximilian Beier machte den Endstand kurz vor der Pause. Sportdirektor Sebastian Kehl betonte den hungerigen Geist des Teams: « Es war ein souveräner Sieg. Wir hätten uns ein drittes und ein viertes Tor gewünscht. » Der BVB will die positive Form mit in die Champions League nehmen, wo sie demnächst auf Juventus Turin treffen.
Ebenfalls Grund zur Freude hatten die TSG Hoffenheim, die auswärts bei Union Berlin einen 4:2-Sieg feierten. Das Spiel war ein Wechselbad der Gefühle, doch die Gäste sorgten mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause für die Vorentscheidung. Andrej Kramarić verwandelte einen Elfmeterversuch, und Fisnik Asllani, der ehemalige Berliner Jugendspieler, traf kurz darauf per Kopf. Union konnte kurz nach der Pause durch Ilyas Ansah verkürzen und nach einem weiteren Treffer hoffen, doch Hoffenheim legte mit Asllanis zweitem Treffer und einem späten Elfmeter durch Tim Lemperle nach. Rothe von Union sah nach einer Notbremse Rot, und so war der Sieg der Gäste verdient. Asllani war mit zwei Toren und sechs Torschüssen der Mann des Spiels.
Ein Blick auf die Tabelle zeigt weiterhin, dass neben Bayern und Dortmund auch Teams wie Wolfsburg (3:3 gegen Köln) und Köln noch ungeschlagen sind. Anders sieht es beim 1. FC Heidenheim und dem Hamburger SV aus, die beide noch auf ihren ersten Saisonsieg warten. Nach dem Heidenheim-Spiel gegen Dortmund steht das Kellerduell mit dem HSV in der nächsten Runde bevor. Mainz 05 kämpft derzeit ebenfalls mit Schwierigkeiten und kassierte zuletzt zwei Niederlagen in Folge.
Der Bundesliga-Herbst verspricht Spannung, mit etablierten Spitzenklubs, die ihre Konkurrenz dominieren, und Teams, die sich in unterschiedliche Richtungen entwickeln. Der Fokus richtet sich nun auf die kommenden Partien, in denen sich zeigen wird, wer das Tempo halten kann und wer Nachbesserungen braucht. Besonders der FC Bayern München und Borussia Dortmund setzen die Messlatte hoch und sind für den Rest der Liga ein Maßstab, dem es nachzueifern gilt.